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„Zu beiden Seiten der Mulde“

Grimma – Döben – Hohnstädt – Grimma (12 km) gelegentliche An- und Abstiege (Zur Orientierung wird die „Wanderkarte von Sachsen“, 1:25.000, Blatt 7, Naunhof-Grimma empfohlen.)

Vom Naturfreundehaus fahren wir mit dem Auto über Grethen nach Grimma. Wir befinden uns auf der Leipziger Straße, der wir geradeaus folgen bis zum Leipziger Platz (zweitürmige Frauenkirche), weiter geradeaus in der Töpferstraße, an deren Ende wir nach rechts in die Mühlstraße einbiegen und bis zum Parkplatz an der Mulde vor der Hängebrücke fahren. (Parkplatz ist gebührenpflichtig, 2,50 € /Tag)
Wir überqueren auf der Hängebrücke die Mulde und gehen geradeaus in den Stadtwald. An einer Gabelung folgen wir links dem grün und rot markierten Weg hinauf zur Hospitalschenke. Dort überqueren wir die Straße und gehen weiter auf dem grün und rot markierten Weg, der uns in den idyllischen Schlangengrund führt. An dessen Ende biegen wir rechts und kurz darauf noch mal rechts auf den Döbener Weg, der uns ansteigend auf den 194 m hohen Galgenberg führt. Hier soll sich zu frühgeschichtlicher Zeit das Döbener Hochgericht befunden haben. Die Döbener Herrschaft hatte die „Hohe Gerichtsbarkeit“.
Von der Höhe haben wir einen schönen Rundblick zum Rochlitzer Berg, dem Oschatzer Collm und zu den Hohburger Bergen. An der nahen Waldecke beginnt das NSG „Döbener Wald“. Wir wählen den rot markierten Weg, der uns in den Wald hineinführt. An der deutlichen Linkskurve bleiben wir geradeaus auf dem schmaleren rot markierten Weg, der uns nach Döben (gegr. im 12. Jh.) führt.
Am Ortseingang gehen wir links zum Gelände des ehemaligen Schlosses. Nach Verfall und Zerstörung werden Reste der Anlage saniert. Am Ende des Geländes befindet sich eine Aussichtsplattform mit herrlichem Blick auf das Muldental, gegenüber die „Lorelei“. Unbedingt den rechts von der Aussichtsplattform stehenden Pavillon besuchen. Die darin befindliche Ausstellung gibt Auskunft zur Geschichte des ehemaligen Schlosses.
Wir gehen zurück links die Schloßstraße entlang. Hinter dem Haus Nr. 9 biegen wir links auf den Zettenweg ein. (So genannt nach dem „Zettenwall“, der eine frühgeschichtliche Ansiedlung, vermutlich aus der Bronzezeit, von der Größe der Grimmaer Altstadt einschloß. Allerdings ist der Wall durch die vergangenen Jahrhunderte nicht mehr zu erkennen.) Danach kommen wir zum Aussichtspunkt „Feueresse“.
Die Bezeichnung des Felsens rührt vom säulenartigen geschwärzten Quarzporphyr. Er dient den Leipziger Bergsteigern auch als Trainingsfelsen.
Wir gehen nun rechts den rot markierten Weg abwärts und erreichen nach etwa 300 Metern die Muldentalstraße, die wir queren und setzen die Wanderung auf dem Radweg nach rechts entlang der Mulde bis zur Papierfabrik Golzern fort.
Mitte des 15. Jh. wurde an dieser Stelle eine Mühle errichtet, die als Getreidemühle, dann zur Herstellung von Holzschliff und später als Papiermühle diente.
Nachdem wir das Fabrikgelände durchschritten und die Mulde gequert haben, kann zwischen zwei Varianten zur Fortsetzung der Wanderung gewählt werden.
Variante 1: Hinter der Brücke biegen wir links ab und gehen auf den grün markierten Weg an der Prinzengrotte vorbei. Nach einem kurzen Zick-Zack mündet der Weg in eine Wochenendsiedlung. An der nächsten Kreuzung biegen wir rechts ab. Nach den letzten Häusern säumen Felder und Wiesen die Straße. Wir nähern uns dem westlichen Rand von Bahren. An der Kreuzung, wo rechts zwei Teiche liegen, biegen wir links ab (von rechts kommt Variante 2).
Variante 2: Man kann auch nach der Muldenbrücke geradeaus auf der Dorfstraße durch Bahren gehen. Der Gasthof „Trakehner-Stube“ lädt zum Verweilen ein. Nach der Rast im Gasthof gehen wir auf der Straße in Richtung Grimma weiter bis wir auf der linken Seite zwei Teiche treffen (von links kommt Variante 1).
Wir gehen auf der Straße aus dem Ort. Die Straße ist kein idealer Wanderweg aber an einer Rechtskurve, hinter einem Teich ist es ausgestanden. Geradeaus beginnt wieder ein Fußweg. Er führt uns nun immer an der Mulde entlang in Richtung Grimma. Nach ca. 1,5 km biegt der markierte Wanderweg nach rechs zum Ortsteil Hohnstädt ab. Wir folgen den Hinweisen zum Göschenhaus, dem ehemaligen Landsitz des Klassikerverlegers Georg Joachim Göschen (1752–1828). Schiller, Seume, Körner waren hier zu Besuch. Heute dient das Haus als Gedenkstätte und Heimatstube. Nach dem Besuch des Göschenhauses wandern wir durch den Seumepark entlang der Teichkette (früher Wasserbevorratung für den Antrieb des Wasserrades der Grundmühle) zur Grundmühle. Nun folgen wir dem Weg nahe am Muldeufer nach Grimma.
In Grimma wenden wir uns nach links vorbei an dem nach der Flut von 2002 errichteten „Hochwasseranzeiger“ zur zerstörten Muldenbrücke („Pöppelmannbrücke“). Sie wurde 1716-1719 nach Plänen von Pöppelmann errichtet. Durch die Jahrhundertflut vom Sommer 2002 wurde sie erheblich beschädigt und im Dezember 2002 zur gegenwärtigen Ruine gestaltet. Zu beachten ist der Wappenstein von 1724.
Direkt am Ufer führt nun ein schmaler Weg am Fluß entlang, vorbei am Gymnasium St. Augustin. Es war einst eine der drei sächsischen Landesschulen. Gleich anschließend steht die Klosterkirche, die vor dem Verfall gerettet wurde. Wir empfehlen einen Abstecher hinauf zum Kreismuseum. Interessant ist auch die Stadtmauer mit den Gartenlauben darauf.
Unser Weg endet an einem Torbogen. Über die Mühlstraße erreichen wir wieder den Parkplatz unterhalb der Gattersburg, dem Ausgang der Wanderung.

Kontakt und Öffnungszeiten:

Gasthof „Trakehner-Stube“, Tel.: 03437/769993, Mo/Di Ruhetage, Mi-Fr 11.00-14.00 Uhr und 17.30-22.00, Sa/So 11.00-22.00 Uhr

Museum „Göschenhaus“, Tel.: 03437/911118, Di, Do, Sa, So 10.00 bis 17.00, sonst nach Vereinbarung, Gruppen zur Führung nach Anmeldung

Gaststätte „Grundmühle“, Tel.: 03437/702000, Mobil: 0163/8638872

Download der Wanderbeschreibung als PDF
Wanderkarte Blick von der Feueresse auf das Muldental Grundmühle Die Pöppelmannbrücke mit Wappenstein gartenlauben auf den Resten der Stadtmauer